DIE (R)EVOLUTION AUF ZWEI BEINEN

DIE (R)EVOLUTION AUF ZWEI BEINEN

Was die watschelartige Silhouette mancher Läufer mit unseren Vorfahren, den Affen, zu tun hat …

Unsere Vorfahren, die Affen, sind Vierfüßler. Mit ihren langen Unterarmen und Fingern sind sie geschickt im Hangeln, Kriechen und Klettern. Durch das schmale Becken, Füße in platter V-Form und die mangelnde Fähigkeit ihre Beine zu strecken, können Affen nur eine Art „Watschelgang“ ausüben. Das macht sie auf dem Boden weder besonders schnell noch besonders wendig.

Der Mensch hingegen entwickelte im Laufe der Evolution hin zum aufrechten Gang einen völlig anderen Körperbau und Körperschwerpunkt: vollständig streckbare Beine, deutlich verlängerte Unterschenkel, kürzere Arme, ein breites Becken und Füße mit Quer- sowie Längsgewölbe. Hierdurch wurde langes und schnelles Laufen erleichtert.

Trotz dieser Unterschiede zwischen Affen und Mensch sind zwei Gemeinsamkeiten besonders auffällig: Beide Spezies benutzen ihre vorderen Extremitäten zur richtungsgebenden Steuerung des Körpers. Die Richtung, in die Hände und Kopf sich bewegen, ist die Bewegungsrichtung des Körpers. Kopfdrehung und die Haltung der vorderen oberen Extremitäten sind für die Richtungsstabilität aller Bewegungsmuster enorm wichtig.

Menschen haben allerdings durch die Bauart ihrer Hände einen wesentlichen Vorteil, der erst durch den aufrechten Gang entstanden ist. Ihre Hände sind frei und vielseitig einsetzbar. Sie sind ein wahres Multi-Tool und dienen nicht nur zum Greifen, Halten, Fangen und Verteidigen, sondern sie sind auch entscheidend für die Stellung des Schulter-Arm-Komplexes und für eine funktionierende Körperspannung.

Die Hände des Menschen leiten bei Fortbewegung die Richtungssteuerung ein und stabilisieren den Gang.


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